Zusammen wirksam handeln.
Beratungsstellen leisten täglich unverzichtbare Arbeit für Menschen, die von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind. Sie begleiten, stabilisieren, beraten und stehen in akuten Situationen verlässlich an der Seite der Betroffenen.
Der Tilda-Fonds ergänzt diese Arbeit dort, wo finanzielle Mittel zur Unterstützung fehlen oder zu spät greifen. Er ermöglicht den Beratungsstellen ihre Klient*innen schnell, unbürokratisch und bedarfsorientiert zu unterstützen. Tilda ist da, um die Arbeit der Beratungsstellen noch wirkungsvoller zu machen: als verlässliche Partnerin auf Augenhöhe, für größeren finanziellen Handlungsspielraum.
Was der Tilda-Fonds den Klient*innen der Beratungsstellen ermöglicht
Der Tilda-Fonds schafft finanzielle Handlungsspielräume in akuten Notsituationen und bei Bedürftigkeit, wenn schnelle Unterstützung entscheidend ist.
Im Mittelpunkt stehen individuelle Bedarfe, die im Rahmen der Beratung sichtbar werden und über andere Hilfesysteme oft nicht oder nicht rechtzeitig abgedeckt sind. So können über den Fonds beispielsweise Kosten für Dolmetscher*innen, rechtliche Beratung oder psychologische Betreuung übernommen werden. Auch weitere notwendige Ausgaben lassen sich in flexibel und bedarfsgerecht finanzieren – immer mit dem Ziel, Hilfe zu ermöglichen und nächste Schritte abzusichern.
So funktioniert die Förderung über Tilda
Der Tilda-Fonds arbeitet mit Jahresbudgets, die im Rahmen von Antragsrunden an Beratungsstellen vergeben werden. Im Rahmen der letzten Antragsrunde für das Jahr 2025 haben knapp 100 Beratungsstellen Jahresbudgets erhalten. Sobald der Beginn der nächsten Antragsrunde feststeht, wird dieser über den bff-Verteiler, auf unserer Website und unserem Instagram-Kanal bekannt gegeben.
Nach Bewilligung des Jahresbudgets können die Mittel flexibel eingesetzt werden, sobald im Beratungskontext ein Bedarf entsteht.
In akuten Notsituationen kann die Unterstützung unmittelbar und bedarfsgerecht gewährt werden. Entsteht ein Bedarf aus der Gewalterfahrung, liegt allerdings keine akute Notlage vor, muss die Bedürftigkeit der betroffenen Person geprüft werden. Ist diese gegeben, können die Mittel auch hier entsprechend eingesetzt werden.
Die Verwendung der Mittel wird anonymisiert in den dafür vorgesehenen niedrigschwellig angelegten Dokumenten festgehalten. Daher ist der Verwaltungsaufwand überschaubar und die Unterstützung transparent.
Weitere detaillierte Informationen zum Förderprozess erhalten Beratungsstellen frühzeitig über den E-Mail-Verteiler des bff. Zudem bietet Tilda vor jeder Antragsrunde gesammelt - und bei Bedarf auch individuell - Informations-Gespräche mit interessierten Beratungsstellen an.
Die Zusammenarbeit zwischen den Beratungsstellen und dem Tilda-Fonds
Die Förderung über den Tilda-Fonds soll den Handlungsspielraum von Beratungsstellen in der Unterstützung von geschlechtsspezifischer Gewalt Betroffener erweitern. Insbesondere in Situationen, in denen schnelle und flexible Lösungen gefragt sind, können die Fachstellen mithilfe eines Tilda-Budgets nicht nur Beratung, sondern auch finanzielle Hilfe bieten.
Durch die niedrigschwellige und pragmatische Ausgestaltung der Förderung können Bedarfe unbürokratisch aufgefangen und fachliche Einschätzung unmittelbar in finanzielle Unterstützung übersetzt werden.
Gleichzeitig entsteht eine verlässliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe: Der Tilda-Fonds versteht sich als ergänzender Partner, der die wichtige Arbeit der Beratungsstellen weiter stärken will. Darüber hinaus soll auch die Möglichkeit zum fachlichen Austausch zwischen den beteiligten Stellen bestehen, sodass Erfahrungen und Best Practices weitergegeben werden können.
Durch die Auswertung anonymisierter und datenschutzkonformer Zwischen- und Abschlussberichte zur Mittelverwendung gewinnt der Tilda-Fonds zentrale Erkenntnisse über die Bedarfe Betroffener sowie über bestehende Versorgungslücken. Diese belastbare Datenbasis bildet eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der wirkungsorientierten Förderung und ermöglicht der stattblumen fundierte und zielgerichtete öffentlichkeitswirksame Arbeit.
Bei Rückfragen zum Förderprozess wendet euch sehr gerne an: tilda@stattblumen.org. Die Tilda-Geschäftsstelle ist Mittel-bedingt nur in Teilzeit bzw. ehrenamtlich besetzt. Dennoch bemühen wir uns nach Kräften, alle Anfragen zeitnah und umfassend zu beantworten.
FAQs
Derzeit können keine Anträge für Jahresbudgets gestellt werden. Sobald die nächste Antragsrunde eröffnet wird, informieren wir darüber auf unserer Website und über unsere Kanäle.
Aktuell werten wir die erste Förderrunde sorgfältig aus und nehmen die gewonnenen Erkenntnisse in die Weiterentwicklung des Fonds auf. Unser Ziel ist es, möglichst bald – idealerweise noch 2026 – die nächste Antragsrunde zu starten.
